Jalilah

Keiner unserer Schützlinge ist vergessen

und auch wenn ein Hund schon lange in seinem Zuhause lebt,
so bleibt unser Interesse am neuen Leben und der Kontakt doch bestehen.

Wir freuen uns über das Teilhaben am Happy End, an Fotos und Geschichten
und wir sind traurig, wenn es heißt ‚es war Zeit zum Abschiednehmen‘.

Bei aller Trauer, bei allem Schmerz, der die Halter dann erfüllt, möge es aber auch die guten Gedanken geben, daran, dass Ihr Vierbeiner Sie über eine kurze oder lange Zeit begleitet hat. Vergessen Sie nicht, dass Sie ihm ein Zuhause geschenkt haben, neue Erfahrungen und ihm möglicherweise auch ein Stück verloren gegangenes Vertrauen zurück geben konnten.

Manches Mal scheint uns die gemeinsame Zeit viel zu kurz,

aber für den Hund bedeutet es niemals ‚zu kurz‘,
vielmehr ist es immer ein Gewinn, eine Bereicherung, ein neuer Lebensabschnitt.

Nicht jedem Hund ist es vergönnt in Sicherheit und Geborgenheit zu leben.
Manche warten Monate oder Jahre auf ihr Zuhause,
manche warten vergeblich.

Jamir

Wenn Sie Ihren Gefährten gehen lassen müssen,

tun Sie es mit den guten Gedanken an die gemeinsame Zeit.

Was bleibt ist nicht nur Trauer.
Was bleibt ist das Glück über die vergangene Zeit,
die Dankbarkeit, dass sich die Wege gekreuzt haben
und die Zuneigung, die niemals stirbt.

Sanando

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Abschied genommen haben wir von

† 15.08.2017

Meenamee

Meenamee hat ein bewegtes Leben hinter sich. Zunächst lebte sie auf der Strasse, brachte 2 x im Jahr Welpen zur Welt, die ihr genommen und getötet wurden. Ameenah war scheu, ließ sich nicht anfassen, lebte von Abfällen und dieser Zustand sollte sich erst ändern, als die spanischen Tierschützer aufmerksam wurden und die Hündin in ihre Obhut nahmen.

Mit viel Geduld lernte sie zu vertrauen und erst nach und nach wurde das Ausmaß des Schreckens, den sie erlebt haben muss deutlich. Ihr Körper war voller Wunden und Narben, voller Schrotkugeln und viele saßen so, dass sie operativ nicht entfernt werden konnten.
Nach langer Zeit im Tierheim und einem geduldigen Vertrauensaufbau hat sie sich zu einer neugierigen und aufgeschlossenen Hündin entwickelt. Trotz aller guten Eigenschaften kam aber keine Anfrage und es sollte Jahre dauern, bis sie endlich nach Hause reisen konnte. Und dann durfte sie endlich erleben, was es bedeutet in Sicherheit zu sein.

Meenamee durfte einfach sie selbst sein und wurde geliebt. Sie wurde warm und weich gebettet und die vielen Bilder und Gespräche waren einfach nur ein Ausdrucks des Glück. Nach so langer Zeit endlich Zuhause.

Ameenah verarbeitete ihre traumatischen Erfahrungen vor allem im Schlaf und es waren schlimme Bilder, die immer wieder hochkamen. Ihre Halter sind wunderbar mit ihren nächtlichen Reaktionen umgegangen, auch als es nach und nach zu weiteren Einschränkungen kam.

7 Monate durfte sie die Geborgenheit leben, dann ist sie friedlich Zuhause, bei ihren Menschen eingeschlafen.  Sie wird fehlen und wir können unserem Dank gar nicht genug Ausdruck verleihen. Wer kann schon nachvollziehen, was es bedeutet einen Senior aufzunehmen und ihm diese Zuwendung zu schenken; was es für Meenamee bedeutet hat, dass ihr Leben noch einmal eine Wendung nehmen durfte.
Manche Tage und vor allem die Nächte waren für ihre Menschen eine Herausforderung. Der Alltag musste neu strukturiert werden, auch weil Meenamee Nachts von schweren Albträumen geplagt wurde und eine Dauerbetreuung notwendig wurde.

Wir sagen danke, für das, was ihr liebe Andrea und lieber Kai für Meenamee getan habt –
im Namen des Vereines, der spanischen Tierfreunde und sicher auch im Namen von Meenamee.

 

Auszug aus einer Mail der Halterin: Meenamee war wirklich unnachahmlich! Wie ein verschmitzter Hauskobold der von seinem Kissenberg alles genau verfolgte. Ihre Spezialität waren die liebevollen Blicke, die sie uns zuwarf, oft witzig, und immer mit diesem besonderen Strahlen im Gesicht. Begeisterungfähig und genießerisch war sie, absolut selbstbestimmt und unbestechlich. Einfach herzerfrischend.

† 16.08.2017

Chandra

Chandra wurde hochträchtig auf der Strasse gefunden. Sie ließ sich zunächst nicht einfangen, war sehr scheu und fand immer wieder eine Möglichkeit sich zu verstecken.

Es sollte lange dauern bis sie schließlich in Sicherheit gebracht werden konnte und sie war nicht mehr allein, sondern hatte zwischenzeitlich 13 Welpen geboren ! Chandra gab sich alle Mühe den Nachwuchs zu versorgen, aber es war ein eiskalter Dezember und sie lebte draussen, ohne Schutz und ausreichend Nahrung, so dass von den Welpen nur 1 überlebte.

Nach 1,5 Jahren im Tierheim fand sie dann ihr Zuhause und von Scheu kann gar nicht mehr die Rede sein. Chandra, die aufgeschlossene, neugierige und stets hungrige Galga hatte ein wunderbares Leben bei ihren Menschen. Zehn Jahre gemeinsame Zeit ging am 16.08.17 zu Ende.

Wir sind dankbar für dieses Zuhause, das sie bei zwei treuen Vereinsmitgliedern und Adoptanten gefunden hat, für die vielen Bilder und das regelmässige Wiedersehen bei einem PiN Treffen.

Sollte es da, wo sie jetzt ist auch eine Küche geben, wir sind uns ganz sicher: Chandra wird sie finden !

 

 

Reaktionen von Vereinsmitgliedern und Homepagebesuchern

Was für eine traurige Nachricht – Meenamee ist nach 7 Monaten auf die Reise gegangen. Uns Menschen erscheint das eine kurze Zeit aber ich bin sicher für Meenameeh waren es unendliche, nicht zählbare, wundervolle Stunden in Geborgenheit und in ihrer Familie. Danke an Andrea und Kai dafür.

Was für traurige Nachrichten. Auch wenn ich das Seminar Abschied und Wandel schon gemacht habe, laufen mir die Tränen. Chandra, die wir von den PIN Treffen kennen und Meenamee, die, wenn auch nur für kurze Zeit, als älterer Hund ein liebevolles Zuhause kennenlernen durfte. Es macht mich gerade sprachlos.

 Traurig ist es immer, wenn wir uns von ihnen verabschieden müssen, aber es ist auch ein Trost zu wissen, dass Chandra und Meenamee ein glückliches Leben geführt haben.  Danke allen Menschen, die dazu beigetragen haben.

 

Welch ein Schmerz, aber so viele Jahre hat sie glücklich in Ihrer Familie gelebt.
Vielen Dank ihrer Familie und Euch.

 

Es tut mir wirklich sehr leid, dass Meenamee jetzt schon gehen musste aber dankbar dass es Menschen gibt, die einen alten Hund aufnehmen und sie so nehmen wie sie ist mit allen Konsequenzen. Es ist schön, dass Meenamee in Sicherheit einschlafen durfte – so viele Tiere auf der Welt haben diese Erfahrung leider nicht. Und dieser wunderbare Hund Chandra – ich bin sehr dankbar sie kennengelernt zu haben – gute Reise und ich wünsche Claudia und Jörg ganz viel Kraft für den Abschied.

Eine gute Reise wünsche ich Meenamee und Chandra. Sie hatten beide ein tolles Zuhause und eine glückliche Zeit mit ihren Menschen. Für Meenamee war diese Zeit nach menschlichem Denken einfach viel zu kurz. Wir wissen jedoch, das es für sie die wichtigste war und Tiere einen ganz anderen Maßstab für Zeit und Raum benutzen. Das tröstet und wir können daraus nur lernen. Meenamee’s und Chandra’s Menschen wünsche ich viel Kraft und schicke gute Gedanken.

 

Jaleema

Jaleema kam gemeinsam mit einem weiteren Galgo und ihrem Welpen (Maisha) ins Tierheim. Sie wurde mit einem eigenwilligen Ansinnen gebracht: Tausche Galgo gegen Schäferhund ! Zum Jagen sei der Hund nicht zu gebrauchen, nun wolle man doch lieber einen Wachhund. Es folgten lange Diskussionen und es war viel Überredungskunst seitens der Tierheimleitung notwendig, mit einem guten Ergebnis: Galgos bleiben da, Mann geht, kein Schäferhund im Austausch.

Jaleema wies die typischen Narben an den Vorderläufen auf, die entstehen, wenn (wie bei Zigeunern häufig üblich), die Galgos in den ersten Lebensmonaten mit Drahtschlingen festgebunden werden. Man verspricht sich dadurch eine bessere Bindung. Natürlich unterlässt der Hund durch die Schmerzen jegliche Bewegung und liegt beim Haus oder Wohnwagen. Trotz ihrer Erfahrungen war Jaleema sehr zutraulich und gar nicht ängstlich.

Einige Monate vergingen und dann kam die entscheidende Anfrage. Jaleema hatte ihre Menschen gefunden ! Am 03.11.2007 durfte sie umziehen und einen neuen Lebensabschnitt beginnen. Beinah 10 Jahre hat sie ihre Menschen begleitet und sich als wunderbare Gefährtin gezeigt. Besser hätte sie es nicht treffen können und wir konnten zu recht sagen: Jaleema im Glück.
Am 13.07.17 war es Zeit Abschied zu nehmen.

Timón

Timón wurde in Spanien gefunden. Der Galgo lief in einem Zigeunerviertel umher und die Guardia Civil beauftragte die Tierschützer den Hund einzufangen. Während der ersten Tage kamen immer wieder Zigeuner und Jäger ins Tierheim und wollten den Hund mitnehmen, aber natürlich erfolglos.
Im Tierheim zeigte er sich als ruhiger und souveräner Hund, ausgesprochen verträglich und freundlich. Nach einigen Monaten im Tierheim fand er seinen Platz, als Alleinhund ist er mit seinem Menschen ein gutes Team geworden. 7 Jahre und 4 Monate hat er seinen Menschen begleitet. Eine Zeit des intensiven Miteinanders.
Am 01.07.17 war es Zeit Abschied zu nehmen.

Chiara

Chiara wurde von Tierfreunden aus der Tötungsstation befreit, PiN wurde um Unterstützung gebeten und Chiara fand über uns am 12.06.04 ihre Menschen und Ihre neue Hundefreundin, eine Galgomischlingshündin.
Anfangs war Chiara schüchtern, verunsichert und schlief viel, aber nach und nach entspannte sie sich und nach ein paar Wochen war die anfängliche Scheu vergessen.
Sie hat ihre Menschen 13 Jahre begleitet.
Am 30.05.17 war es Zeit Abschied zu nehmen.

Nacho

Bei Nacho war es ein sehr langer Weg bis zum Happy End. Geboren wurde der Epagneul Bretone Rüde etwa 2002. Er wurde angefahren auf der Strasse gefunden, völlig verstört und sehr schwer verletzt. Wir haben ihn in unsere Obhut genommen. Nacho musste mehrfach operiert werden, es standen viele therapeutische Maßnahmen an, immer wieder entzündete sich die verletzte Pfote, eine Amputation wurde angedacht und die ständige Wundversorgung verlangte ihm viel ab. Nacho verlor den Lebensmut. Die Unterbringung in einem Tierheim an der Costa Blanca, die vielen Hunde, die fehlende Zuwendung – schlechte Voraussetzungen für eine Genesung.
Der PiN Vorstand nahm ihn kurzerhand in Pflege. Langsam, langsam näherten wir uns dem Happy End… Wundheilung, Lebensfreude, Neugier und ein Zuhause bei seinem Menschen, nach einer langen Zeit des Wartens.
12 Jahre durfte Nacho Liebe und Geborgenheit erfahren. 12 Jahre hat er mit seiner Lebensfreude auf drei Beinen alle angesteckt. 12 Jahre in sichrere Obhut. Am 12.04.17 war es Zeit zum Abschied nehmen von einem grossen Charmeur.

Tina

Tina wurde in Spanien als junger Hund aufgefunden, kam ins Tierheim und fand über PiN ihr Zuhause.
Die anfänglichen Ängste verloren sich, sie fasste Vertrauen und hatte eine sehr enge Beziehung zu ihrer Halterin, auch wenn sie es mit Tina  futtermässig einfach zu gut meinte. Nachdem die Halterin nach einigen Jahren krankheitsbedingt nicht mehr für Tina sorgen konnte und es keine Lösung innerhalb der Familie gab, musste Tina erneut umziehen. Der PiN Vorstand nahm sie in Pflege und nach anfänglicher Verwirrung lebte sich Tina ein.
Als Erstes stand mal eine Diät und viel Bewegung auf dem Tagesplan. Damit wurde aus einer zurückhaltender Hündin schon bald eine lebhafte und bewegungsfreudige Hundedame. Im Oktober 2012 fand sie ihren Menschen und das bedeutete: Tina im Glück ! Tina wurde verwöhnt und hat keinen Zweifel an ihrem Prinzessinnenstatus gelassen.
Am 02.04.2017 war es Zeit um Abschied zu nehmen. Tina hatte eine wunderbare Zeit, die aus menschlicher Sicht zu kurz war, aber für Tina waren es 5 glückliche Jahre.

Tamaya

Tamaya kommt ursprünglich aus Spanien von einem Jäger, der die Galga und ihre Schwester im Tierheim abgab.
Sie durften zuvor mit ihm und der Familie im Haus leben, eine Seltenheit für Jagdhunde in Spanien.
Tamaya verbrachte einige Monate im Tierheim und dand dann ihr Glück in der Schweiz.
Sie wurde sehr geliebt, umsorgt und verwöhnt, lebte mit Hundegefährten und Katzen zusammen.
11 Jahre hat sie ihre Menschen begleitet.
Am 03.04.2017 war es Zeit um Abschied zu nehmen.

Don

Don wurde im Januar 2002 geboren und eines nachts am Tierheimtor angebunden.
Der junge Podencorüde war verspielt und freundlich und musste nicht sehr lange auf sein Zuhause warten.
Er hat seine Menschen 13 Jahre begleitet und ist im März 2017 verstorben.
15 Jahre durfte er werden und davon, bis auf eine kurze Zeit in seiner Jugend, bei seiner Familie verbringen.

Nova

Nova wurde von einem Mann im Tierheim abgegeben und die ganze Geschichte, die er erzählte, war ein wenig undurchsichtig. Die junge Podenca lebte sich rasch ein und hatte nur einen Wunsch: sie wollte bei den Menschen sein. Es sollte fünf lange Jahre des Wartens vor ihr liegen, bis sie ihre Menschen fand. Nach fünf Jahren im Tierheim wurde sie in Spanien adoptiert und hatte hier sehcs zufriedene Jahre mit ihren Menschen und Hundefreunden.
Am 22. März 2017 ist sie eingeschlafen.

Kiana

Am 16.01.17 mussten wir eine schwere Entscheidung bezüglich Kiana treffen. Sie war ‚eigentlich‘ wie immer, aber ihre Betreuerin hatte dennoch das Gefühl, irgendetwas stimmt nicht. In der Tierklinik wurde aus einem Gefühl traurige Gewissheit: Kiana hat einen sehr großen, inoperablen Lebertumor mit Metastasen.
Der Druck auf die großen Gefäße zeigte sich während der Untersuchung, obwohl alle Laborwerte zuvor unauffällig waren. Es durfte kein Zögern geben. Ein Abwarten hätte bedeutet, dass sie in den nächsten Tagen unter großen Schmerzen verstirbt, möglicherweise wenn sie alleine ist.
Wir haben mehrfach mit den Spaniern telefoniert, Betreuerin, Tierheimleitung, Tierarzt und Kiana dann gehen lassen.  Wir sind alle sehr betroffen und es trifft uns immer umso schwerer, wenn ein Hund kein eigenes Zuhause kennenlernen durfte. In einer Kommunikation, die vor der Euthanasie statt fand, vermittelte Kiana aber, dass es für sie nicht so überraschend kam wie für uns. Sie betonte, es war eine gute Zeit, im Kreise der vertrauten Menschen und Artgenossen: ‚Es war eine gute Zeit. Ich hatte keine Angst.‘
Danke, dass sie als Spender und Paten Kiana unterstützt und begleitet haben.

Manisha

Manisha verstarb am 06.12.2016 im Tierheim.