Tibniy

 

Galgomix, männlich, cremeweiss, geb. ca. Juli 2007, Schulterhöhe 58 cm.

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Viele Monate hat es gedauert, bis eine sogenannte ‚Animal Hoarding‘ Haltung aufgelöst werden konnte. Monate, in denen die Hunde auf engem Raum eingesperrt waren, mangelhaft versorgt und in ihren eigenen Exkrementen leben mussten. Für Tibniy und über dreissig Artgenossen war am 10.01.08 Schluss damit und es hiess erst einmal austoben, sich frei bewegen, ein sauberes und warmes Hundebett und täglich genug zu essen.

Im Tierheim war für alles gesorgt, nun brauchte Tibniy eigentlich aufgrund seiner Zurückhaltung ein intensives Training. Das wiederum ist nicht zu gewährleisten bei über 150 Hunden. Dennoch bemühen sich die Betreuerinnen sehr um jeden einzelnen Hund, trainieren soweit es ihnen möglich ist an der Leine zu gehen und die menschlichen Sozialkontakte.

 

 

Tibniy gehört zu den Hunden, bei denen das Trauma tief sitzt. Die Erfahrung mit Menschen, das Chaos in dem er leben musste haben tiefe Narben hinterlassen und so entwickelt er sich nur sehr, sehr langsam in Richtung Vertrauensaufbau.

Zwei freiwillige Helfer kennt er gut, geht auch gern mit ihnen spazieren, läuft sehr gut an der Leine, zieht nicht und ist zufrieden, zeigt weder eine eingezogene Rute noch ängstliches Verhalten. War es zu Anfang noch ein Grund um Panik zu bekommen bedeutet heute für ihn das Geschirr Positives und ich darf raus. Entsprechend freut er sich wo er zu Beginn noch die Flucht gewählt hat.

Ist er frei in seinem Zwinger sucht er den Kontakt und nähert sich vorsichtig. Geht die Pflegerin raus in den Auslauf geht er hinterher, auch das sind Fortschritte. Wenn seine Hundefreunde gestreichelt werden ist er verunsichert, nähert sich, wartet, traut sich aber nicht und erschrickt vor der Hand.

Langsam, langsam verändert er sich und der wichtigste Faktor heisst wieder einmal Zeit. Ein Hund der nicht gedrängt werden sollte, dessen neue Halter aber erfahren genug sein müssen um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Lernaufgabe und Rückzugsmöglichkeiten erkennen zu können. Tibniy möchte den Kontakt und braucht ein stabiles Bindungstraining. Er muss langsam Vertrauen aufbauen können und an Selbstsicherheit gewinnen.

 

Er ist ein sehr sensibler und psychisch verletzter Hund und hier sind einfach sanfte und ruhige Menschen gefragt, die geduldig mit Tibniy umgehen und ihm Zeit lassen.  Tibniy ist sozial mit seinen Artgenossen und ein weiterer, souveräner Hund im neuen Zuhause wäre sehr hilfreich für ihn. Tibniy sucht endlich sein Zuhause und Halter, die ihm Sicherheit vermitteln und mit ihm üben, dass die scheinbaren Gefahren gar keine sind;  er möchte den Kontakt zu Menschen, er möchte sich anschliessen, wenn da nur die grosse Vorsicht nicht wäre.

 

Katzen
Bei den Katzen hat sich Tibniy freundlich verhalten.   







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