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Zuhause gefunden - in Spanien

Oh je - der Hund bleibt in Spanien ? Geht das gut ? Die Spanier sind doch nicht sehr freundlich zu ihren Hunden, sollte man denn nicht versuchen so viele Hunde wie möglich aus dem Land zu bringen und sind sie nicht besser in Deutschland vermittelt ?

Ja, nein, nein, nein !

Wir sehen eine deutliche Veränderung hinsichtlich der Adoptionen und wir motivieren unsere spanischen Kooperationspartner für ihre Tiere ein gutes Zuhause zu finden, im eigenen Land.

Es kann nach unserer Meinung nur eine kurzsichtige Lösung sein, viele Tiere ausser Landes zu verbringen und es ist eine absolute Fehleinschätzung, wenn wir denken, in Deutschland (Österreich, Schweiz) findet ein Hund das Paradies.

Mit der Zahl der importierten Hunden aus dem Süden wächst auch die Zahl der Tierschutzfälle in Deutschland. Ausgesetzte und misshandelte Tiere, die ursprünglich aus Spanien, Portugal, Rumänien, Polen oder anderen Ländern stammten.

Unter dem Druck, dass es immer mehr Tiere gibt, die ‘gerettet’ werden sollten, wird die Vermittlung oftmals nachlässiger. Unter dem Druck, dass jeder ein bisschen Tierschutz machen kann der gerade Lust dazu hat, wächst die Anzahl der Inserate in denen ein Hund verschenkt wird, nachdem er gerettet wurde.

Wir sehen das sehr kritisch und sicherlich skeptischer, als eine Vermittlung in Spanien.

Natürlich liegt es uns besonders am Herzen die Situation vor Ort zu verändern, das erreichen wir mit Starthilfen, finanzieller Unterstützung ebenso wie mit unserem Know How. 

War es früher noch so, dass man einen Hund im Tierheim einfach mitnehmen konnte, so ist es heute bei den Kooperationspartnern, die wir über Jahre begleiten Standard, ähnlich wie in Deutschland eine Adoption vorzubereiten. Dazu gehört ein ausführlicher Fragebogen, ein Besuch im neuen Zuhause bevor der Hund einzieht, viele Gespräche und mehrfache Besuche. Erst dann entscheidet das Tierheimteam gemeinsam mit den potentiellen Haltern über eine Adoption.

Es kommt (ebenso wie in Deutschland) auch mal zu einer Fehleinschätzung, aber wer will sich davon freisprechen ?

Wir wollen motivieren, begleiten und unterstützen, damit unsere Hilfe nicht zur Abhängigkeit wird.

Hier einige Tiere, die ihr Zuhause in Spanien gefunden haben:

Señanach Hause...Seña hat ihr Zuhause in Spanien gefunden. 
Die Sabueso español Hündin  wurde gefunden als sie in einem Dorf herumirrte.  Gemeinsam mit einem anderen Hund suchte sie nach Futter, waren völlig abgemagert und  nur noch Haut und Knochen.
Sie hat sich gut erholt und darf nun einen neuen Lebensabschnitt beginnen

TaimoTAIMO lebt jetzt bei einem Tierarzt und seiner Frau.

Taimo wurde gemeinsam mit seinem Bruder gefunden. Beide Hunde waren ausgehungert und völlig am Ende und mussten in der Tierklinik notversorgt werden.
Der eine Welpe starb nach wenigen Stunden, Taimo wurde infundiert, entwurmt und erholte sich schliesslich.

 

Tido wurde wie seine Schwester Thita von Zigeunern im Tierheim abgegeben. Beide Hunde fanden ihr Zuhause in Spanien, bei einem Ehepaar, die kurz zuvor ihren Hund verloren haben, auch einer aus dem Tierheim.

ChusiZuhauseChusi hat sich eine besondere Schlafposition ausgesucht: auf Herrchen, das ist warm und bequem - zumindest für Chusi.

Spaziergang im Park- alles neu und aufregendHomeroHOMERO kommt von unerfahreneren Jägern; Vater und Sohn hatten sich einen Galgo geholt und wollten das Jagen ausprobieren, aber es fiel ihnen bald auf, dass der ausgesuchte Hund nicht so ambitioniert war wie sie sich das erhofften. Stattdessen stiess er immer wieder mal mit Gegenständen zusammen und brachte einfach nicht das erwartete Jagdvergnügen. So brachten sie ihn ins Tierheim. Man solle ihn einschläfern, denn er tauge nicht zur Jagd. Natürlich wurde er nicht eingeschläfert, sondern in Obhut genommen und untersucht.

In der Klinik stellte sich dann heraus, dass der junge Hund eine Augenerkrankung beidseits aufwies, die das Sehvermögen stark einschränkt. Problematisch war seine Unterbringung in der sehr vollen Auffangstation, immer wieder kam es zu kleinen und grossen Auseinandersetzungen und Verletzungen, obwohl Homero sehr friedlich und Zuhausefreundlich ist.

Siesta beim SpaziergangIm Februar dann endlich die gute Nachricht: HOMERO IST ZUHAUSE ! Er lebt sich langsam ein, im Moment ist alles sehr aufregend, jeder Spaziergang, die vielen Geräusche,  alles ist neu und fordert ihn.

Die Halterin wird oft angesprochen: ‘was ist das für ein schöner Hund, woher kommt er ?’. Die Menschen sind erstaunt, dass jemand einen Galgo hat. Ein eher unbekanntes Bild auf Spaniens Strassen, ein Galgo an der Leine, denn üblicherweise leben sie in Verschlägen oder Hinterhöfen, werden zum jagdlichen Einsatz benutzt und haben einen Nutztierstatus.

Schön, dass immer mehr Menschen diese wunderbaren Begleiter entdecken und damit aufmerksam machen auf die Situation im eigenen Land !  Homeros neue Halterin sorgt sehr gut für ihn, behandelt seine vielen Narben mit Aloe Vera und führt ihn behutsam an alles Neue heran, macht mehrmals täglich kleine Spaziergänge, damit er langsam lernen kann.

gerade aufgenommen im TierheimPodencomix LANA  lebte eine Weile gemeinsam mit Kühen im Stall eines Bauern. Es war nicht sein Hund, so sagte er, aber sie habe sich dort einen warmen Platz gesucht und er habe sie gelassen. Aber nachdem sie auch nach einigen Wochen nicht wieder ging und Lana von niemandem vermisst wurde, bat er das Tierheimteam, die Hündin abzuholen.

Lana musste lange warten, bis sie ihr Zuhause fand, aber nun hat sie ihre Menschen gefunden und geniesst das Leben.

Ihre Menschen haben ihr wunderbar geholfen die Ängste zu überwinden. Kalender 2011 - Lana auf dem TitelbildWahrscheinlich kommt Lana nicht mehr dazu Angst zu haben, denn sie ist sehr viel unterwegs, in den Bergen, am Meer, eine Bergtour am Wochenende, eine lange Wanderung - das ist ganz nach Lanas Geschmack.

Wir freuen uns sehr, dass wir hilfreich sein konnten und Zuhausediese Hündin ein Stück begleiten konnten.

 

Lana Zuhause !

NoeliaNoelia hat sich sehr gut eingelebt.

Aufgrund einer Augenerkrankung musste sie zwischenzeitlich operiert werden. Das linke Auge konnte leider nicht erhalten werden, aber sie kommt mit dieser Situation gut zurecht. Sie findet inzwischen auch, dass ein bisschen Bewegung nicht schadet und sie fühlt sich sehr wohl bei ihren Menschen.

Ein Bild von heute aus der Tierklinik bei der Nachuntersuchung.
 

Tawil-ZuhauseDer Galgorüde Tawil konnte aus einer so genannten ‚Animal Hoarding‘ Haltung befreit werden. Er kam gemeinsam mit über dreissig anderen Hunden ins Tierheim und seine erste Reaktion war übergroße Freude. Wahrscheinlich war es das erste Mal  in seinem Leben, dass er spielen und toben durfte und im Freilauf mit anderen Hunden sein.   Er war nicht gewohnt satt zu werden und seine Freude darüber äußerte er deutlich. In kürzester Zeit entwickelte er gestalterische Fähigkeiten, sprang von der Hütte aufs Dach vom Hundehaus, holte die Dachplatten runter und es fiel ihm noch allerhand mehr ein. Nun hat er sein Zuhause in Spanien gefunden, lebt gemeinsam mit Jahlee und Naima in seiner Familie und Tawilmangels Dachplatten hat er nun das Öffnen von Türen und Schränken in sein Repertoire aufgenommen. Hund muss eben erfinderisch sein.  Auf dem Bild sehen Sie ihn (in der Mitte) gemeinsam mit anderen beim Galgospaziergang. Erfreulicherweise gibt es immer wieder spanische Tierfreunde, die einem Galgo ein gutes Zuhause geben und ihn als Familienmitglied zu schätzen wissen.
Im Gegensatz zu vielen ihrer Landsleute, die immer noch denken, es sei ein Nutztier.

Nova und PadiNova, endlich ZuhauseNova! Sie musste fünf Jahre (!) im Tierheim warten und dann kam eine junge Spanierin, die ihren vor Jahren adoptierten Hund aus diesem Tierheim vor kurzem verloren hatte.

Und sie hat sich entschlossen gleich zwei Vierbeinern eine Chance zu geben, zwei von über 150, zwei, die schon lange warten.

Glück hatten Nova und Padi, ein dreibeiniger Mischlingsrüde.

IriairiaIRIA !    Sie fand nicht nur ihr Zuhause in Spanien, sondern wie man sieht, einen freundlichen Artgenossen ebenso.

Es freut uns sehr, dass wir auch aus Spanien immer wieder Bilder aus dem neuen Zuhause erhalten.

shirashiraSHIRA - sie kam als Fundkatze ins Tierheim. Sie lag völlig verschmutzt, voller Parasiten, abgemagert und mit einem gebrochen rechten Hinterlauf in einem Hinterhof. Hier hatte sie sich unter ein Gebüsch verkrochen und bewegte sich kaum noch. Sie hätte wohl nicht überlebt, wäre nicht ein Anwohner aufmerksam genug gewesen und benachrichtige den Tierschutz.                    

Shira hat ihr Zuhause (in Spanien) gefunden und wir freuen uns über diesen ganz besonderen Platz.

so wurde sie aufgefundenNuba heuteNuba stammt aus der aufgelösten Animal Hoarding Haltung, Sie erinnern sich ?

Völlig verängstigt, wie alle anderen auch, bekam sie ihre zweite Chance und ist mittlerweile glücklich in Spanien vermittelt.

 

Als sie aufgefunden wurde, war sie stark abgemagert und nicht in der Lage zu stehen.

Nuba heuteEs brauchte einen grossen Einsatz unserer Tierfreunde in Spanien, bis sie wieder auf die Füsse kam.

 

Übrigens: Aus der Animal Hoarding Haltung warten immer noch Hunde auf ihre Chance:  tibniy_0809_03Tibniy.

Zuhause !Noah wurde von Tierfreunden mitten in der Stadt gesehen, als er gerade aus einem Supermarkt kam. Noah war wahrscheinlich auf der Suche nach etwas Essbaren und phantasievoll genug, um nicht im Müllcontainer zu suchen, sondern gleich im Warenhaus.

Er wartete einige Monate im Tierheim und fand dann sein Zuhause in Spanien.  Ein klein wenig skeptisch sehen wir immer die Vermittlung innerhalb Spaniens, aber wenn wir unseren Kooperationspartnern keine Chance geben zu lernen, wird es immer schwierig bleiben. Und so ist es natürlich immer wieder  unser Anliegen, dass sich vor Ort etwas ändert, dass die Einstellung zum Tier sich verändert und im Tierheimdass Menschen sehen, dass ein Galgo oder Podenco nicht nur ein Jagdhund ist, sondern ein wunderbarer Begleiter in der Familie.

Oftmals haben die Jagdhunde eine Art Nutztierstatus, um so mehr freut uns, wenn einer unserer Schützlinge ein adäquates Zuhause in seiner Heimat findet. Auch  Tierschützer müssen dazu lernen und nicht pauschalisieren: alle Spanier halten ihre Hunde schlecht. Es gibt in Spanien so viele Tierfreunde wie Menschen, die respektlos gegenüber Lebewesen sind wie in Deutschland, in Italien, in Griechenland, in Belgien, in...

Jack im TierheimErinnern Sie sich an unseren Senior JACK ? Der Mischlingsrüde wurde gefunden und ins Tierheim gebracht. Seine Herkunft konnte später zurück verfolgt werden: Jack wurde zeitlebens im Stall angebunden gehalten. Einmal am Tag begleitete er seinen Halter, einen Bauern aufs Feld, dann wurde er Juli 2009wieder angebunden. Jack verbrachte so zehn Jahre seines Lebens, dann kam sein Halter ins Altenheim und die Verwandten suchten eine Lösung für ‚das Problem Jack’. Statt ein neues Zuhause zu suchen oder ihn wenigstens ins Tierheim zu bringen, setzten sie ihn einfach aus. Zwei Jahre lebte Jack auf der Strasse, ernährte sich von Abfällen und versuchte sich durchzuschlagen. Irgendwann rief jemand im Tierheim an, weil ein ‚aggressiver Hund’ auf der Strasse herrenlos herumlaufe. So kam Jack ins Tierheim. Dort wartete er Juli 2009und wartete, bis sich eine spanische Familie schliesslich entschloss, ihn kurzfristig aufzunehmen, während der Wintermonate in Pflege, denn den Winter sollte er nicht im Tierheim verbringen. Jack kam, sah und siegte... und aus dem Winter wurde ein Frühling und ein Sommer... und nun fühlt er sich einfach wohl und niemand denkt mehr daran, ihn wieder zurück ins Tierheim zu bringen.

obenund noch mehr Geschichten und Bilder aus dem neuen Zuhause:Zuhause gefunden

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