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Tolstoi, Galgo español, rot mit weissen Abzeichen, geb. 15.04.2005, Schulterhöhe 70 cm. Im Tierheim seit Juni 2005.
Es wird Zeit, dass er seinen Menschen findet, denn er wartet
Tolstoi wurde gemeinsam mit seinen Brüder zum Einschläfern in eine Tierarztpraxis gebracht. Der spanische Tierarzt dachte gar nicht daran, junge gesunde Hunde zu töten und informierte ein Tierheim, die die vier Jungs dann abholten.
Die Galgos waren jung, lebhaft, gesund, verspielt, aber – keine Anfrage, kein Zuhause in Aussicht. Er wartete, wie seine Brüder Monat für Monat, seit Juni 2005 im Tierheim ! Unfassbar, aber wahr.
Tolstoi ist ein sanfter, zurückhaltender Galgo, sehr sozial mit Artgenossen und Katzen, liebevoll und zuwendungsbedürftig.
Er möchte gestreichelt werden, geht aber nicht forsch auf jeden Menschen zu.
Er sucht eine Bezugsperson, die ihm geduldig vermittelt, dass er vertrauen darf, ein Mensch, der ihm Zeit lässt, das neue Leben zu entdecken und möglicherweise ein Mensch, der bereits Erfahrung mit einem Angsthund hat. Tolstoi ist nicht panisch, sondern es fehlt an Vertrauen.
Spricht man mit ihm, lässt ihn selbst entscheiden und kann abwarten, dann kommt er langsam und vorsichtig auf einen Menschen zu. Er braucht viel positive Verstärkung seines Verhaltens, das ansatzweise Kontakte zulässt.
Immer wieder wagt er sich von hinten an Jemanden heran, schnüffelt und signalisiert ‘Ich möchte ja gern, aber traue mich nicht so recht.’
Er ist aufgeschlossen, freundlich und wird immer mutiger und so verblüffte er beim Tierarztbesuch seine Pflegerin: Im Wartezimmer sass auch noch ein älterer Herr mit seinem Hund und als der Mann aufstand, nahm Tolstoi ganz selbstverständlich Platz auf dem frei gewordenen Sessel!
Er wird also vertrauter mit Menschen, auch wenn ihm vieles noch immer nicht geheuer ist.
Männern gegenüber ist er sehr zurückhaltend, seinen Bezugspersonen / Betreuerinnen gegenüber sehr aufgeschlossen.
Und man muss es dazu sagen: Tolstoi ist ein Sammler! Er sammelt Decken und schleppt sie auf seinen Liegeplatz, so lange, bis alles nach seinem Empfinden weich und gemütlich ist, dann erst legt er sich hin und schläft.
Die Halterin von Nuri berichtet von Bewegungsfreude einerseits und grosser Anhänglichkeit andererseits. Sein Hauptinteresse gilt seinem Menschen. Es ist für sie wie für uns unvorstellbar, dass er weiterhin wartet. Sie sagt: ‘Aber es wird einen Menschen für Tolstoi geben und hier bin ich froh, dass Sie Ihre Kriterien hoch gesetzt haben. Sind die “Russen-Jung’s” doch ein ganz besonderer Wurf! ‘
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