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GLÜCK GEHABT !!

TITA
Manche Wege sind einfach nicht gerade, sondern gleichen einer kurvigen Bergstrecke.
So könnte man wohl den Lebensweg von Tita beschreiben. Alles beginnt ca. 2003, als Tita in Spanien geboren wird; im Sommer 2005 wird sie als Fundhund im Tierheim aufgenommen, sehr schwach, abgemagert und mit wenig Vertrauen zu Menschen.
Sie lernt nur langsam, dass sie nun in Sicherheit ist, dass die Menschen es gut mit ihr meinen, sie versorgen und sie respektieren. Sie ist ein gelehriger Hund, lernt an der Leine zu gehen und lässt ihr freundliches Wesen immer mehr erahnen. 
Nach drei Jahren im Tierheim wartet ein Zuhause auf sie. Erwartet wurde sie von ihrer neuen Familie und einem Hundegefährten. Ein Leben auf dem Land – das war ganz nach ihrem Geschmack.

Sie lernte zu vertrauen und entdeckte die Vorteile eines langen Spaziergangs in der Natur, der nahe Weiher und die ersten, vorsichtigen Schritte ins Wasser.  Da war sie dann in ihrem Element und kein Froschteich war vor ihr sicher.
Jeder Tag brachte ein wenig mehr Vertrauen und nach anfänglicher TitaÜberzeugungsarbeit wusste sie bald: hier ist alles gut, es geschieht mir nichts und die Leine ist kein Gefahrenobjekt sondern bedeutet: es geht nach draussen, Umgebung entdecken, Spaziergang und im besten Fall: Wasser.

Nach zwei Jahren sollte sich ihr Leben aber wieder ändern und diesmal war es für sie wirklich sehr schmerzhaft, denn ihre Menschen trennten sich, beide wieder voll berufstätig und keiner von beiden konnte sie bei sich behalten. Es ist müßig darüber nachzudenken, ob es nicht doch eine Möglichkeit gegeben hätte, wir müssen die Beweggründe akzeptieren sich vom Hund zu trennen.
Aber es war natürlich für uns nicht so einfach auf die Schnelle ein gutes Zuhause aus dem Hut zu zaubern und nachdem die Zeit drängte, waren wir sehr froh über ein tatkräftiges PiN Mitglied. Hingefahren, angeschaut, kennen gelernt. Sie kann nicht mit Hündinnen ? So kann man das nicht sagen, denn nun lebt Tita mit einer Hündin zusammen und die zwei machen das prima.

Sie sind ja eigentlich beide Charakterköpfe, aber Tita hat wohl viel von ihrem Temperament eingebüsst in den vergangenen Monaten. TitaDie Stressituation zwischen ihren beiden Menschen ist nicht spurlos an ihr vorüber gegangen und so zeigte sie sich zunächst sehr zurückhaltend und psychisch angeschlagen.
Tita wurde nicht nur auf den Umzug innerhalb einer Kommunikation vorbereitet sondern in diesem Rahmen auch gefragt ob sie ihren Namen gern behalten möchte ? Nein ! Das war sehr eindeutig.   Tita war ihr Wunsch und beim ersten Rufen schaute sie, stand auf und reagierte.

Die Namensänderung war der erste Schritt ins neue Leben und ab da ging es in grossen Schritten weiter.
Bereits nach wenigen titaTagen entwickelte sie wieder Interesse, sicher nicht zuletzt wegen des nahen Flusses, an den es mehrfach am Tag geht…
Aber viel beeindruckender als ihre Wasserfreude ist das grosse Vertrauen zu ihrem Menschen. Sie hat nur Augen für ihren Zweibeiner und der ist sehr verliebt in Tita. Eigentlich schon seit vielen Jahren, aber als Tita auf der Homepage vorgestellt wurde, war ihre Adoption nicht möglich, so mussten sich die Wege Jahre später ein zweites Mal kreuzen.

Heute ist sie ein lebensfroher und bewegungsfreudiger Hund, das Übergewicht wird kontinuierlich abgearbeitet (Schwimmen ist gesund). Frauchen sagt: sie ist ein Traumhund und meine beiden Mädels sind ein klasse Team.   Danke an die Spanier für ihre grosse Hilfe, Liebe und Kraft, die sie jeden Tag einsetzen, für Hunde wie Tita und viele andere.

Wie schön, dass kurvige Bergstrecken durchaus ein Ziel haben: Zuhause.

 

TINU (ehemals Aino) wurde von einer Familie zum Tierheim gebracht weil er im Dorf lästig wurde, aber leider passierte ein Missgeschick und er entlief, bevor er in Sicherheit im Tierheim war.  Er war zwar noch in der Nähe, liess sich aber nicht einfangen, schliesslich kannte er weder die Betreuerinnen noch war ihm der Ort vertraut. 
Es war ein Geduldsspiel und sein nicht ganz ungefährliches Leben auf der Strasse hatte schliesslich Folgen: er wurde angefahren, der Fahrer blieb nicht stehen, sondern liess den verletzten Hund am Strassenrand liegen.
Jemand anderes rief im Tierheim an und so wurde Tinu schliesslich gefunden und konnte versorgt werden.
Er war völlig verdreckt, voller Parasiten, abgemagert und verängstigt und wurde zunächst einmal in die Tierklinik gebracht.
Untersuchung, Röntgen, Blutentnahme, die Fraktur am linken Hinterlauf wurde versorgt und der kleine Mischlingsrüde war bei allen Behandlungen und Nachuntersuchungen sehr tapfer.

Dann folgte eine lange Heilungsphase, eine erneute Operation, eine Metallplatte musste eingesetzt werden, ein langsamer Wiederaufbau und immer wieder vorsichtige, eingeschränkte Bewegungen an der Leine.
Ihre Hilfe war uns eine grosse Hilfe, denn unsere Mitglieder, Homepagebesucher und Paten haben erheblich dazu beigetragen, dass wir die Klinik- und Behandlungskosten Tinufinanzieren konnten.

Tinu musste nicht sehr lange warten bis er umziehen konnte und lebt heute in Bayern, gemeinsam mit einem Hundegefährten, ebenfalls ein ehemaliger Podenco in Not Schützling.

Sein Name bedeutet übrigens Stern / Funke und das ist er auch für seine Familie, ein Stern, der in ihr Leben geschneit ist. Nicht, dass ein zweiter Hund angestanden hätte, aber bei diesem war es gar keine Frage, er muss zu uns !

TinuDie kleinen Menschen zeigten schon am zweiten Tag grösstes Verständnis für ihren neuen Freund, waren sehr besorgt und fanden, dass Baden oder gar Regen keine so gute Idee wäre, schliesslich könnte dann die eingesetzte Platte rosten…

 

in der KlinikAusnahmen bestätigen die Regel....

Regel: wir setzen uns für die medizinische Versorgung der Podencos und Galgos ein.

Ausnahme: Taquim.

Anwohner alarmierten am 06.06.09 den Tierschutz, dass in einem Park eine verletzte Katze sitze, ob sich jemand kümmern könnte. Sie brachten den Kater in die Tierklinik und nach einer ersten Untersuchung war klar: Taquims linkes Juni 2009 frisch operiertAuge war so schwer verletzt, dass es entfernt werden musste.

Sicher wäre es für viele Tierheime allein aus Kostengründen klar gewesen, den Kater einschläfern zu lassen, aber unsere Kooperationspartner sahen das nicht als Option und liessen ihn operieren. Als wir davon erfuhren, haben wir spontan unsere Hilfe zugesagt und denken: das muss einfach unterstützt werden !

Taquim hat sich seinen Namen selbst gewählt.

Juli 2009Er war sehr angeschlagen, wollte kaum etwas essen und nur schlafen, schlafen, schlafen.

Ein besonderes Lebewesen mit einem besonderen Namen suchte sein (besonderes) Zuhause und das fand er auch !

 

Er durfte reisen und lebt nun, gemeinsam August 2009mit seinem Katergefährten in sicherer und noch dazu idyllischer Umgebung. Die zwei Kater verstehen sich sehr gut, ebenso werden die Hunde toleriert und Taquim geniesst sein neues Leben.

Natürlich hatte er selbst ein Mitspracherecht, denn ein neues Zuhause bei einem bereits vorhandene, gestandenen Kater und zwei Jagdhunden - da muss man schon die Hauptperson mit einbinden.

Taquim sah kein Problem, zog um, es gibt kein Problem.

Nach drei Tagen des Beobachtens erkundet er nun seine neue Welt und wird immer aufgeweckter.

Danke an alle, die mit ihrer Spende dazu beigetragen haben dass wir die Klinik- und Behandlungskosten übernehmen konnten und danke an die neue Familie, die Taquim liebevoll aufgenommen haben.
Tom und Taquim

 

GIACOMO, Podencorüde, Schulterhöhe 63 cm mit wachsender Tendenz....

Giacomos Geschichte ist eigentlich eine sehr traurige (aber mit Happy End).

Er wurde, wie sich im Nachhinein herausstellte, von einem anderen Verein sehr unbedacht vermittelt.   Die ‚Tierschützerin’ hat sich weder vorher für die Situation der neuen Halter interessiert noch nachher. Giacomo kam ungetestet und nur notdürftig geimpft, weder gechipt noch entsprechend vorbereitet.

Die Situation der Halterin war dann nach einigen Monaten so, dass sie den Hund nicht mehr behalten konnte / wollte und ihn an einen Bekannten abgab, der wiederum einen Hund hatte und dessen Familie mit einem zweiten Hund nicht einverstanden war. Giacomo hatte es dort sicherlich gut, aber es war eben kein dauerhaftes Zuhause und als es nicht mehr möglich war ihn zu behalten, sprach man uns an und erzählte eine Geschichte vom ausgesetzten und gefundenen Hund....

Giacomo sei an der Autobahn angebunden gefunden worden und man habe ihn nur notfallmässig aufgenommen.

in Pflege bei PiNNatürlich waren wir froh, dass dem jungen Rüden zumindest das Tierheim oder eine weitere Verschiebung erspart blieb, aber dennoch ist und bleibt es unverantwortlich von der so genannten Tierschützerin, dass sie weder nachfragte noch sich für das weitere Schicksal interessierte.

Giacomo kam zu PiN kurzfristig in Pflege, er wurde geimpft, gechipt, getestet und - er fand seine Menschen und das Zuhause war für ihn sozusagen massgeschneidert ! Seine neuen Halter haben über ein Jahr auf ihren Hund gewartet, fuhren dann 700 Kilometer um ihn zu sehen und haben in Giacomo ihren Traum gefunden.

Das kleine Schlitzohr zeigte sich bei Ankunft seiner Leute von der Sonnenseite. Charmant und anschmiegsam sass er bei Herrchen oder Frauchen auf dem Sofa, als hätte er nie etwas anderes getan. Er ging mit uns gemeinsam in ein Restaurant, verhielt sich dort ebenso vorbildlich wie in allen anderen Lebenssituationen. Wildfang ? Wer sagt denn so was ????????

ZuhauseSeit Giacomos eingezogen ist hat sich vieles verändert, das Gemüsebeet wird regelmässig (auch an Wintertagen) auf erntefähige Pflanzen untersucht, der Bürostuhl muss von Herrchen immer wieder neu erobert werden, Kuscheln ersetzt frühere Fernsehabende, Kontakte werden rasch geknüpft durch Kontaktaufnahme seitens Giacomo, Frauchen freut sich, dass Herrchen den Computer kaum noch wahrnimmt und PiN freut sich mit Giacomo, der seinen Weg ins Glück gefunden hat. Zwar über einen Umweg, aber gefunden !

Im Nachhinein stellte sich dann aufgrund verschiedener Zufälle die wahre Geschichte von Giacomo heraus. Natürlich sind wir über solche Vorgehensweisen ausserordentlich unglücklich, denn leider entspricht diese Arbeitsweise dem normalen Vermittlungsablauf dieses Vereines, wie andere Beispiele zeigen. Für Giacomo ging die Geschichte gut aus aber es bleibt die Frage: was wird aus anderen, ungewollten und überflüssig gewordenen Podencos, die in Deutschland eine scheinbare Chance bekommen ? Die Tierschützer in Spanien ahnen oftmals nicht, dass die Odyssee der Hunde nicht an der deutschen Grenze aufhört, sondern beginnt.

 

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