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EIGENTLICH WAR DAS NICHT GEPLANT
EIGENTLICH ....
TATSACHE IST, dass Amara sehr viel Vertrauen aufgebaut hat und dass es undenkbar scheint, dieses Vertrauen zu enttäuschen. Das würde aber unweigerlich geschehen, wenn sie nun noch einmal den Platz wechseln sollte. Sie ist sehr sensibel, hat viele ihrer Ängste überwunden, die körperlichen Wunden sind verheilt, die Beziehung zu ihren Mithunden ist von Vertrauen geprägt und .....
... die Bilder sprechen für sich. Amara und Suya - ein Team.

Amara wurde als Fundhund im Tierheim aufgenommen. Sie war wochenlang herumgeirrt, liess sich aber aufgrund ihrer grossen Ängste nicht einfangen. Es war viel Geduld nötig und erst als sie entkräftet war, gelang die Einfangaktion. Amara hatte zwischenzeitlich Erfrierungen und war stark abgemagert. Die Zeit draussen und die extreme Kälte haben ihr stark zugesetzt. Sie hat alte Narben, Wunden und zahlreiche Verletzungen. Zurückhaltend und schreckhaft zog sie es vor sich unter einer Decke zu verkriechen, hatte kein Interesse an ihren Artgenossen oder gar an Bewegung im Freilauf. Sie lag nur noch zusammengerollt und wollte im wahrsten Sinne des Wortes nichts hören und sehen. Es kam immer wieder mal zu kleinen und auch grossen Konflikten weil sie dem Leben im Tierheim, der grossen Hundegruppe nicht gewachsen war. Amara wurde zum Notfall und wir entschlossen uns sie nach Deutschland zu holen.
Die zahlreichen Wunden und Narben zeugen von ihrem bisherigen Leben, von Auseinandersetzungen und Misshandlungen.
Amara war zunächst sehr verunsichert und schreckhaft, zuckt zusammen bei vielen Bewegungen und rechnet mit der negativen Reaktion von Menschen.
Dann die ersten mutigen Schritte in Richtung Sofa. Vorsichtig hinaufgeklettert, abwarten - keiner sagt was, dann scheint das also in Ordnung zu sein ? Zusammengerollt und sehr zufrieden liegt sie heute in der Sonne. Nach anfänglichen Meinungsverschiedenheiten (Thema Katze, kleine Hunde) lernt sie s chnell und fasst von Tag zu Tag mehr Vertrauen.
Sie lernt.... überwindet viele Ängste, vertraut ihren Menschen und ist nun auch berufstätig als Seminarbegleithund.
Amara hat durchaus Freude an der Bewegung, aber draussen findet sie immer noch alles ein wenig beängstigend, so viele Geräusche und Eindrücke. Im Haus ist sie sehr zufrieden, sozial zu ihren Mithunden, Katzenfreundlich und am Liebsten hat sie es, wenn alles so ist, wie sie es kennt. Kleinste Veränderungen verunsichern sie und sie muss langsam und geduldig an etwas Neues gewöhnt werden. Amara ist eine wunderbare Galga, die ohne Zweifel viel erlebt hat, sicher mit Menschen nichts Gutes, dennoch ist ihr die menschliche Nähe sehr wichtig und Streicheln steht ganz oben in der Rangliste der Dinge, die ihr gefallen.
Es ist nicht nur beeindruckend, es ist berührend wie viel Vertrauen uns ein Lebewesen mit solchen Vorerfahrungen schenkt.
Glück ist, wenn sie albern ist, im Garten rennt, ‚lacht‘, mit Suya spielt, mutig wird, wenn ihr etwas Angst macht Schutz bei uns sucht, ins Auto einsteigt, sich freut wenn sie die Leine sieht und nicht mehr davonrennt, uns beim Seminar begleitet und selbst in einem Vortrag mit sehr vielen Menschen nur Augen für einen Menschen und natürlich Suya hat. Herzlich Willkommen Amara.
Wie sagte eine Freundin ? 'Schön, dass sie bleiben kann, wo sie längst Zuhause ist.'
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