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Jamir, Galgorüde, schwarz gestromt, geb. ca. März 2008, Schulterhöhe 64 cm, seit März 2011 im Tierheim. Der Galgorüde wurde von der Polizei in der Tierklinik abgegeben. Der Hund lief wochenlang mit einer dicken Kette um den Hals in einem spanischen Dorf herum bis er schliesslich eingefangen werden konnte. Vermutet wird, dass er bei Zigeunern gelebt hat und jagdlich nicht erfolgreich genug war, nicht zuletzt aufgrund seines katastrophalen Allgemeinzustandes. Jamir ist stark abgemagert und hatte nicht mal mehr die Kraft wegzulaufen. Nach der Erstuntersuchung in der Klinik kam er ins Tierheim, zitterte vor lauter Angst, rollte sich zusammen und blieb bewegungslos liegen, erschöpft. Nach wenigen Tagen zeigt er neuen Lebensmut, geht in die Sonne, nimmt Kontakt zu seinen Artgenossen auf, war auch schon das erste Mal spazieren. Jamir braucht Zeit um sich zu erholen und natürlich ein dauerhaftes Zuhause in dem man ihm achtsam begegnet.
Er verhält sich sehr vorsichtig Menschen gegenüber, erschrickt sobald man auf ihn zugeht oder ihn anleinen möchte, reagiert nervös und es zeigt sich deutlich, dass seine bisherigen Erfahrungen in der Hauptsache aus Angst bestanden.
Er war sicher bei einem Jäger, aber bei einem, der ihn nicht gut behandelt hat. Wenn er nicht flüchten kann, wirft er sich auf den Boden, wartet ängstlich ab was geschieht, lässt sich dann auch anleinen und - geht an der Leine wie ein Lamm. Draussen führen die vielen Eindrücke dazu, dass er dauerhechelt, bei einem Geräusch in Schrecken versetzt ist und er würde davon laufen, wenn er könnte. Er ist angespannt und weiss mit der menschlichen Zuwendung noch gar nicht umzugehen. Streicheln ist ihm fremd und verunsichert ihn. Nur sehr langsam fasst er Vertrauen zu den Menschen, die immer wieder zu ihm gehen, dann zeigt er seine Freude durchaus.
Jamir braucht Menschen mit Angsthunderfahrung, die ihm souverän begegnen, ihm Sicherheit vermitteln und nicht durch Bedauern seine Unsicherheit verstärken.
Er sucht geduldige Menschen, die ihn fördern und Selbstvertrauen vermitteln. Neue Eindrücke sind wichtig und hilfreich, aber in einem gemässigten Rhythmus.
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