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ARAGÓN
Die Geschichte von Aragón beginnt im Februar 2005 in einer Perrera, eine spanische Tötungsstation. Aragón sass dort und sein ‚Termin’ stand bereits fest. Eine Tierfreundin machte uns auf den Galgorüden aufmerksam und auch wenn sich in dieser Perrera wegen einzelner Aktionen nicht so schnell etwas ändern wird, haben wir uns entschlossen zwei Hunde zu übernehmen. Leider war aber der zweite Hund, der zu PiN sollte, ein Podengorüde, zu schwach und hat nicht überlebt. Er starb an Unterernährung. Für Aragón kam also die Rettung tatsächlich in letzter Minute.
Nach einigen Monaten wurde aus dem Häufchen Hund ein stolzer und kräftiger Galgorüde. Aber – ein Zuhause war lange Zeit nicht in Sicht. Dem jungen Wilden machte es scheinbar nicht viel aus, hatte er doch seine Hundefreunde mit denen er toben und spielen konnte. Im Sommer 2005 bekam er dann plötzlich einen kleinen ‚Ausfall’ – er brach nach dem Spiel zusammen ! Aragón wurde sofort in der Tierklinik vorgestellt, die Befunde Ein Zuhause zu suchen ist das Eine, aber Aragón brauchte nun ein besonders stabiles Zuhause mit Menschen, die sich unter Umständen auch einen Anfallshund zutrauen. Und die fanden sich im September 2005 ! Eine Familie, die bereits zwei Hunde hat und eigentlich sollte vorerst kein dritter Hund adoptiert werden, aber es kreiste immer wieder im Kopf... Aragón. Nach vielen intensiven Gesprächen war dann klar: ja, er soll kommen ! Die eventuelle Diagnose war zu keiner Zeit ein Thema, das sollten wir gemeinsam bewältigen können, keine Bedenken, keine Ängste – nur ein Gedanke, der einen Namen hat und schwarz weiss Im Oktober durfte er dann dank eines freundlichen Flugpaten von Spanien nach Hause reisen und dort angekommen war schnell klar: das ist unser Hund, so wunderbar und so lieb und so schön und so brav. Das Lob hörte nicht auf und Aragón bekommt alle Liebe dieser Welt. Seine Anfallsproblematik wird nach traditioneller chinesischer Medizin behandelt und ist wohl eine Folge der erheblichen Defizite - psychischer und körperlicher. Wir wissen nicht, wie viele Stationen Aragón bereits hinter sich hatte, eher er in der Perrera abgegeben wurde, wir wissen aber, dass hier eine Seele tief verletzt wurde. Er braucht Zeit um wieder zu sich zu kommen, viel Ruhe, angemessene Bewegung und eingeschränkte Eindrücke um alles zu verarbeiten. Sein Zuhause bietet ihm dazu die idealen Voraussetzungen. Er wurde liebevoll aufgenommen von allen Familienmitglieder, zwei- und vierbeinig und Frauchen sagt: ‚Er saugt so meine Zuwendung auf und gibt mir so viel wieder zurück, und das ist eines der schönsten Geschenke was man überhaupt bekommen kann. Was dieser Hund zurückgibt, das kann man nicht beschreiben.’ Manches muss man gar nicht beschreiben, manchmal muss man nur glücklich sein über das, was ist. Mai 2010 Aragón
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